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INCI lesen lernen: Inhaltsstoffe in der Kosmetik verstehen in 10 Minuten

INCI-Liste lesen leicht gemacht: Reihenfolge, Duftstoff-Allergene, Parfum als Sammelname — so verstehst du Kosmetik-Inhaltsstoffe in 10 Minuten.

Die Liste auf der Rückseite deiner Creme sieht aus wie eine Chemiearbeit. Das muss nicht so bleiben. Die INCI-Liste folgt klaren Regeln — wer sie kennt, kann in zwei Minuten entscheiden, ob ein Produkt zu empfindlicher Haut passt oder nicht. Dieser Artikel erklärt die wichtigsten Regeln, ohne dich zu überfordern oder unnötig Panik zu verbreiten.


Warum du die Inhaltsstoffliste lesen solltest

Die Vorderseite einer Verpackung ist Werbefläche. „Sanfte Naturpflege", „Dermatologisch getestet", „Sensitiv-Formel" — das klingt beruhigend, sagt aber wenig über das aus, was tatsächlich drin ist. Was zählt, steht auf der Rückseite: die Ingredients-Liste.

Für Menschen mit empfindlicher Haut, Allergien oder Erkrankungen wie Neurodermitis oder Kontaktekzem ist das besonders relevant. Denn niemand außer dir kann wissen, auf welche Stoffe deine Haut reagiert. Ein Arzt kann Pflastertests machen (ärztlich: Epikutantest) und bekannte Allergene identifizieren. Den Alltag — also das Abgleichen neuer Produkte mit deinen Allergenen — musst du selbst erledigen. Die INCI-Liste ist dein Werkzeug dafür.

Dazu kommt: Werbebegriffe wie „sensitiv" oder „für empfindliche Haut" sind nicht gesetzlich definiert. Die Verbraucherzentrale weist ausdrücklich darauf hin, dass auch solche Produkte hautreizende oder allergieauslösende Inhaltsstoffe enthalten können. Die einzige verlässliche Aussage steht in der Ingredients-Liste.


Die 3 Grundregeln der INCI-Liste

Grafik: Aufbau einer INCI-Liste – Reihenfolge, 1-Prozent-Grenze und Parfum erklärt

Regel 1: Reihenfolge = Konzentration

Alle Inhaltsstoffe stehen nach Menge — vom meisten bis zum wenigsten. Was zuerst steht, ist am meisten im Produkt. Was ganz am Ende steht, macht oft weniger als ein Prozent des Produkts aus. So schreibt es die EU-Kosmetikverordnung vor.

Wichtig: Für Stoffe, die weniger als ein Prozent ausmachen, muss der Hersteller keine feste Reihenfolge einhalten — er darf sie frei sortieren. Farbstoffe (erkennbar am Kürzel „CI" gefolgt von einer fünfstelligen Zahl) und bestimmte Duftstoff-Allergene, die einzeln aufgeführt werden müssen, stehen ebenfalls meist am Ende der Liste — unabhängig davon, wie viel davon im Produkt steckt.

Praktische Faustregel: Wasser (AQUA) steht in den meisten Cremes ganz vorne — das ist normal. Wenn ein teuer beworbener Wirkstoff wie Aloe Vera oder Hyaluronsäure ganz am Ende der Liste auftaucht, ist von ihm kaum etwas im Produkt.

Regel 2: Lateinisch oder Englisch — was steckt dahinter?

INCI steht für „International Nomenclature of Cosmetic Ingredients" — klingt kompliziert, heißt aber nur: einheitliche Namen für alle Inhaltsstoffe, weltweit. Egal ob du die Packung in Deutschland, Frankreich oder Japan in der Hand hältst — Olivenöl heißt immer „Olea Europaea Fruit Oil". Seit 1997 ist das in der EU Pflicht.

Als grobe Orientierung: Pflanzliche Rohstoffe stehen oft auf Lateinisch da — zum Beispiel „Olea Europaea Fruit Oil" für Olivenöl oder „Prunus Amygdalus Dulcis Oil" für Süßmandelöl. Synthetische oder stark verarbeitete Stoffe tragen häufig englische Namen wie „Sodium Lauryl Sulfate".

Das ist aber nur eine Faustregel, keine verlässliche Regel. Auch Naturstoffe tauchen mal unter englischen Namen auf, und nicht jeder synthetische Stoff ist automatisch ein Problem — es kommt auf den konkreten Stoff an, nicht auf die Sprache. Wer einen unbekannten Namen nachschlagen will, findet ihn kostenlos in der INCI-Suche auf haut.de oder in der CosIng-Datenbank der EU-Kommission.

Regel 3: „Parfum" ist eine Sammelbezeichnung

Duftstoffe müssen nicht einzeln aufgeführt werden. Sie dürfen unter dem Begriff „Parfum" (auf manchen Produkten auch „Fragrance") zusammengefasst werden. Dahinter können Dutzende verschiedene Einzelsubstanzen stecken — das Gesetz erlaubt diese Zusammenfassung ausdrücklich, weil Duftstoffrezepturen als Betriebsgeheimnis gelten.

Ausgenommen sind Duftstoffe mit erhöhtem Allergiepotenzial. Die müssen einzeln genannt werden, sobald sie bestimmte Konzentrationen überschreiten — dazu gleich mehr.

Profi-Trick: Lies die INCI von beiden Enden. Du musst nicht jede Zeile durchackern. Zwei Blicke reichen meistens:

  • Anfang — wovon ist wirklich viel drin? Die ersten Einträge sind der Hauptteil: meist Wasser (AQUA), dann Öle, Glycerin, Wasch- oder Cremig-Macher. Steht ein groß beworbener Wirkstoff erst weit hinten, ist kaum etwas davon drin.
  • Ende — wo versteckt sich, was reizen kann? Hier stehen typischerweise „Parfum", die einzeln gelisteten Duftstoff-Allergene, Konservierer und Farbstoffe (CI-Nummern). Für empfindliche Haut der wichtigste Blick.

Ein ehrlicher Haken: Unter 1 % darf der Hersteller frei sortieren. Im hinteren Teil kannst du also nicht mehr nach Menge ranken („das Allerletzte = am wenigsten" stimmt da nicht), und ein paar Reizkandidaten (z. B. Alcohol / Alcohol denat.) können auch weiter vorne stehen. Trotzdem: Anfang + Ende zu lesen bringt dich in 30 Sekunden zu den meisten Antworten.


Funktionsklassen kurz erklärt

Die INCI-Liste nennt nicht nur die Namen, sondern hinter jedem Stoff steckt auch eine Funktion. In Datenbanken wie CosIng ist diese Funktion hinterlegt. Du musst nicht alle auswendig kennen. Hier die sechs, die im Alltag am häufigsten vorkommen — und bei denen ein zweiter Blick für empfindliche Haut lohnt:

Cremig-Macher / Emulgatoren (z. B. Cetearyl Alcohol, Glyceryl Stearate): Sie sorgen dafür, dass sich Wasser und Öl verbinden. Beim Kochen würdest du das durch starkes Rühren erreichen — aber nach einer Weile trennen sich beide wieder. In einer Creme wäre das blöd. Emulgatoren halten beides dauerhaft zusammen. Ohne sie gibt es keine klassische Creme. Bei manchen Menschen wird diskutiert, ob bestimmte Emulgatoren die natürliche Schutzschicht der Haut (Hautbarriere) beeinflussen — die Forschung dazu ist noch nicht abgeschlossen. Zugelassen und gut untersucht sind sie auf jeden Fall.

Konservierungsstoffe (z. B. Phenoxyethanol, Natriumbenzoat, Ethylhexylglycerin): Sie verhindern, dass sich in einem wasserhaltigen Produkt Bakterien, Hefen oder Schimmel bilden. Ein Produkt ganz ohne Konservierung wäre meist hygienisch nicht sicher — gerade bei empfindlicher oder geschädigter Haut ein echtes Problem. Die in der EU zugelassenen Konservierungsmittel sind geprüft und offiziell erlaubt. Bestimmte Stoffe darunter setzen im Produkt nach und nach winzige Mengen Formaldehyd frei (erkennbar an Namen wie Diazolidinyl Urea, DMDM-Hydantoin) — diese führen häufiger als andere zu Überempfindlichkeit. Das ist sachlich belegt und kein Grund zur Panik, aber ein Punkt, den empfindliche Haut kennen sollte.

Feuchtigkeitsspender (z. B. Glycerin, Hyaluronsäure, Panthenol): Sie ziehen Wasser in die Haut und binden es dort. Glycerin ist einer der am besten verträglichen und günstigsten Wirkstoffe überhaupt.

Pflegeöle (z. B. Olea Europaea Fruit Oil = Olivenöl, Caprylic/Capric Triglyceride = ein aus Kokosnuss gewonnenes Öl): Sie machen die Haut geschmeidiger und legen sich wie ein dünner Schutzfilm darüber.

Kurze Zwischenfrage, die oft kommt: Sind Pflegeöle nicht auch Feuchtigkeitsspender? Nicht ganz — und der Unterschied ist nützlich. Feuchtigkeitsspender bringen Wasser in die Haut. Pflegeöle bringen kein Wasser mit. Sie legen sich obendrauf und verhindern, dass die vorhandene Feuchtigkeit verdunstet. Ein Öl pflegt und fettet rück, spendet aber streng genommen keine Feuchtigkeit — es hält sie fest. Am wirksamsten ist deshalb die Kombination: erst etwas Feuchtigkeitsspendendes auf die noch leicht feuchte Haut, dann ein Öl oder eine Creme darüber, die das einschließt.

Verdickungsmittel (z. B. Carbomer, Xanthan Gum): Sie geben der Formel ihre Konsistenz — ähnlich wie beim Kochen, wenn du eine zu dünne Soße mit einer Mehlschwitze andickst. Xanthan Gum zum Beispiel ist ein pflanzlicher Stoff (durch Fermentation gewonnen) und in der Regel gut verträglich.

Wasch- und Schaumstoffe (z. B. Sodium Lauryl Sulfate / SLS, Sodium Laureth Sulfate / SLES, Coco-Glucoside): Sie lösen Fett und Schmutz und machen den Schaum — sie stecken in allem, was schäumt: Duschgel, Shampoo, Waschgel. Sie sind nicht grundsätzlich schlecht, aber manche sind ziemlich kräftig und trocknen die Haut aus. Als eher scharf gelten die klassischen Sulfate (SLS, SLES). Als milder gelten zuckerbasierte Varianten, erkennbar an Namen mit „-Glucoside". Für empfindliche oder gereizte Haut lohnt sich der Griff zu den milden Varianten.


Die deklarationspflichtigen Duftstoff-Allergene

Das ist der Abschnitt, der für Menschen mit empfindlicher Haut oder bekannter Duftstoffallergie am meisten bringt.

Die bisherigen 26 — und was jetzt gilt

Bestimmte Duftstoffe stehen im Verdacht, besonders häufig Allergien auszulösen. Für diese Stoffe gilt eine besondere Kennzeichnungspflicht: Sie müssen einzeln in der INCI-Liste aufgeführt werden — zusätzlich zum Sammelbegriff „Parfum" —, sobald ihre Menge bestimmte Grenzen überschreitet:

  • In Produkten, die auf der Haut bleiben (Creme, Lotion, Körperöl): ab 0,001 %. Das ist ein Tausendstel Prozent — eine winzige Menge.
  • In Produkten, die wieder abgespült werden (Duschgel, Shampoo): ab 0,01 %, also ein Hundertstel Prozent.

Die bisherige Liste umfasste 26 Stoffe. Die bekanntesten darunter:

  • Limonene — häufig in Zitruspflanzenextrakten
  • Linalool — kommt natürlich in Lavendelöl vor
  • Citral — typisch für Zitronen- und Bergamottöl
  • Geraniol — in Rosenöl und Geranienöl
  • Eugenol — in Nelken- und Zimtöl
  • Coumarin — in Tonkabohne, Waldmeister
  • Benzyl Alcohol — synthetisch und in einigen natürlichen Ölen
  • Cinnamal — Zimtaldehyd, in Zimtöl
  • Limonene und Linalool können sich durch Kontakt mit Luft in Formen umwandeln, die stärker Allergien auslösen — besonders bei Produkten, die lange offen stehen

Die Erweiterung: jetzt 81 Duftstoffe auf der Pflichtliste

Die EU-Kommission hat die Liste 2023 deutlich erweitert. Zu den ursprünglich 26 Duftstoffen kamen 56 weitere. Da ein Stoff (Butylphenyl Methylpropional, auch bekannt als Lilial) bereits seit März 2022 in Kosmetika verboten ist, sind es insgesamt 81 Duftstoffe, die künftig einzeln auf der Verpackung stehen müssen.

Was heißt das für dich als Käufer? Kurz gesagt: Ab August 2026 gilt die neue Kennzeichnungspflicht für alle neuen Produkte. Bestehende Produkte dürfen noch bis Mitte 2028 mit der alten Kennzeichnung im Regal stehen.

Die Übergangsfristen (Stand: BVL, 2026) — der Reihe nach: - Produkte, die es vor dem 31. Juli 2026 schon zu kaufen gab, müssen erst ab dem 31. Juli 2028 auf die neue Kennzeichnung umgestellt sein. - Produkte, die ab dem 31. Juli 2026 neu auf den Markt kommen, müssen sofort die neue, erweiterte Kennzeichnung tragen. - Ab August 2028 sind dann alle Produkte gleich gekennzeichnet — egal, wie alt.

Für dich als Käufer heißt das: Was du ab August 2026 als neues Produkt kaufst, sollte die 81 Allergene korrekt einzeln aufführen. Bei Produkten, die es schon länger gibt, kann bis Mitte 2028 noch die alte Kennzeichnung im Regal stehen.

Wer auf Duftstoffe reagiert, sollte ab jetzt konsequent auf den Aufdruck „Parfum" in der INCI-Liste achten und prüfen, ob bekannte Allergene einzeln gelistet sind.


Worauf du bei empfindlicher Haut konkret achtest

Keine Panik — aber ein paar Punkte helfen dir, schnell eine fundierte Entscheidung zu treffen:

1. Kurze INCI bevorzugen. Weniger Inhaltsstoffe bedeuten weniger potenzielle Auslöser. Ein Körperöl mit sechs Zutaten ist für Sensible oft besser verträglich als eine Creme mit 35 Inhaltsstoffen.

2. „Parfum" ist ein Warnsignal, kein Ausschlussgrund. Wenn du weißt, dass du auf bestimmte Duftstoffe reagierst (z. B. Limonene oder Linalool), schau, ob sie nach dem „Parfum"-Eintrag noch einmal einzeln auftauchen. Wenn nicht, liegt ihre Menge unter dem Grenzwert — das heißt aber nicht, dass der Stoff gar nicht enthalten ist.

3. Produkte ohne Parfum wählen. Suche gezielt nach Produkten, bei denen „Parfum" oder „Fragrance" gar nicht in der INCI steht. Das ist der sicherste Weg für bekannte Duftstoffallergiker.

4. Pflastertest machen. Bevor du ein neues Produkt vollflächig anwendest: eine kleine Menge auf der Innenseite des Unterarms auftragen, 24–48 Stunden beobachten. Keine Reaktion — gut. Rötung, Jucken, Brennen — Produkt weglegen, beim Arzt abklären lassen, welcher Stoff der Auslöser war. Das verdächtige Produkt aufheben und zum Termin mitnehmen.

5. Deine bekannten Auslöser kennen. Wenn du beim Hautarzt einen Pflastertest — ärztlich auch Epikutantest genannt — hattest und weißt, worauf du reagierst (z. B. bestimmte Duftstoffe, Balsam Peru, Propolis), such den genauen INCI-Namen dieses Stoffs und gleiche ihn in neuen Produkten ab. Die CosIng-Datenbank oder haut.de helfen dir dabei.


Mini-Übung: Eine Beispiel-INCI gemeinsam durchgehen

Nehmen wir das Grahams Natural Körper & Bade Öl aus dem Sortiment. Die INCI lautet:

OLEA EUROPAEA FRUIT OIL, PRUNUS ARMENIACA KERNEL OIL, PRUNUS AMYGDALUS DULCIS OIL, TOCOPHEROL, EMU OIL, LEPTOSPERMUM SCOPARIUM BRANCH/LEAF OIL

Was lesen wir daraus?

  • Sechs Inhaltsstoffe insgesamt — sehr kurze Liste.
  • OLEA EUROPAEA FRUIT OIL = Olivenöl, pflanzlich, steht ganz vorne → größter Anteil.
  • PRUNUS ARMENIACA KERNEL OIL = Aprikosenkernöl, pflanzlich.
  • PRUNUS AMYGDALUS DULCIS OIL = Süßmandelöl, pflanzlich.
  • TOCOPHEROL = Vitamin E, natürliches Antioxidans — schützt das Öl vor Oxidation und ist hautpflegend.
  • EMU OIL = Emuöl, tierischer Ursprung (Emu), kein pflanzlicher Name — in der INCI direkt auf Englisch.
  • LEPTOSPERMUM SCOPARIUM BRANCH/LEAF OIL = Manukaöl, botanisch korrekte Bezeichnung des Manukastrauchs.
  • Kein Parfum. Kein Konservierungsstoff (reines Öl braucht keinen, da kein Wasser enthalten ist). Keine Emulgatoren.

Kurze INCI, alle Stoffe erkennbar, kein Sammelbegriff „Parfum". Für jemanden mit Duftstoffallergie ist das ein klares Bild.


FAQ

Muss ich jede Zutat verstehen, bevor ich ein Produkt kaufe? Nein — das wäre unrealistisch. Lerne die Regeln (Reihenfolge, Parfum, deine persönlichen Allergene) und nutze Nachschlagetools für konkrete Fragen. Kein Mensch kennt alle 30.000 zugelassenen Kosmetikinhaltsstoffe.

Ist ein Produkt mit vielen Inhaltsstoffen automatisch schlechter? Nicht zwingend. Mehr Inhaltsstoffe bedeuten mehr potenzielle Auslöser — das ist relevant für sensible oder allergische Haut. Für normale Haut ohne spezifische Empfindlichkeiten ist die Länge der Liste kein Qualitätsmerkmal. Entscheidend ist, welche Stoffe drin sind und in welcher Konzentration.

Kann ich natürlichen Inhaltsstoffen grundsätzlich mehr vertrauen als synthetischen? Nein. Allergien auf natürliche Stoffe sind häufig — Limonene, Linalool und Citral kommen natürlich in Pflanzenölen vor und stehen trotzdem auf der Allergenliste. Naturkosmetik ist nicht per se allergenärmer. Entscheidend ist der einzelne Stoff, nicht seine Herkunft.

Was bedeutet „Parfum"-freie Kosmetik wirklich? Ein Produkt ohne den Eintrag „Parfum" enthält keine zugesetzte Duftstoffmischung. Es kann aber noch natürliche, aromatische Pflanzenöle enthalten — zum Beispiel Manukaöl oder Lavendelöl —, die ebenfalls Duftstoffallergene wie Linalool oder Limonene mitbringen können. Wer auf alles Aromatische reagiert, sollte auch einzelne Pflanzenöle prüfen.

Wie finde ich heraus, was ein INCI-Name bedeutet? Am schnellsten über die INCI-Suche auf haut.de oder über die CosIng-Datenbank der Europäischen Kommission. Beide sind kostenlos zugänglich. haut.de erklärt Funktion und Herkunft auf Deutsch; CosIng ist die offizielle EU-Quelle und deckt alle zugelassenen Stoffe ab.


Quellen


Disclaimer

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine dermatologische oder medizinische Beratung. Bei Verdacht auf eine Kontaktallergie oder Hauterkrankung such bitte ärztlichen Rat. Die Inhaltstoffangaben im Artikel beziehen sich auf den Stand der verlinkten Quellen und auf die zum Zeitpunkt der Veröffentlichung gültigen Regelungen.

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